Tragödie beim Grand National 2025: Rachael Blackmores Pferd Willy De Houelle, stirbt nach Sturz

  • Rachael Blackmore stürzt beim Grand National
  • Ihr Rennpferd Willy De Houelle stirbt an seinen Verletzungen
  • Tierschützer fordern erneut ein Verbot des traditionsreichen Hindernisrennens
Foto des Aintree Racecourse

Rachael Blackmore stürzte beim Grand National – Ihr Pferd Willy De Houelle starb (Symbolbild). © Wikimedia

Rachael Blackmore stürzt beim Grand National: Schockmoment für die Rennsportwelt

Am Opening Day des Grand National Festivals 2025 kam es zu einer Tragödie. Jockette Rachael Blackmore stürzte beim Boodles Anniversary 4YO Juvenile Hurdle mit ihrem Rennpferd Willy De Houelle. Der Vorfall ereignete sich rund vier Hürden vor dem Ziel. Der vierjährige Wallach erlag trotz aller Rettungsversuche seinen Verletzungen auf dem Aintree Racecourse [Link auf Englisch].

Rachael Blackmore wurde zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Sie konnte das Krankenhaus jedoch wieder verlassen. Ein Sprecher der Pferderennbahn in Aintree äußerte sichzum Tod von Willy De Houelle:

Willy De Houelle wurde während des zweiten Rennens umgehend von einem Team erfahrener Tierärzte versorgt, erlitt jedoch leider infolge des Sturzes eine Verletzung. Nach ihrer Einschätzung wurde entschieden, dass die beste Maßnahme im Sinne des Wohlergehens des Pferdes eine humane Einschläferung war. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt allen, die mit ihm verbunden waren.Sprecher des des Aintree Racecourse, Mirror

Willy De Houelle gehörte der Pferdebesitzerin Susannah Ricci und wurde zuletzt vom renommierten Trainer Willie Mullins trainiert.

Rachel Blackmore: Erfolgreiche irische Jockette und Gewinnerin des Cheltenham Gold Cup

Foto der Jockette Rachael Blackmore

Rachael Blackmore gewann als erste Frau den Cheltenham Gold Cup. © The Jockey Club

Rachel Blackmore wurde am 11. Juli 1989 in Irland geboren. Sie widmete sich zunächst ihrem Studium der Tierwissenschaften an der University of Limerick und betrieb den Pferderennsport als Hobby. Im Jahr 2011 gewann sie ihr erstes Amateurrennen und stieg 2025 zu den Profis auf.

Heute gehört Rachael Blackmore zu den erfolgreichsten Jocketten der Welt und ist Vorbild für viele Frauen im Pferderennsport. Im Jahr 2021 gewann sie als erste Frau das Hauptrennen des Grand National Festivals [Link auf Englisch] mit ihrem Rennpferd Minella Times. Im selben Jahr wurde sie als Top Jockey beim Cheltenham Festival ausgezeichnet. Rachel Blackmore gewann zudem als erste Frau den Cheltenham Gold Cup mit ihrem Rennpferd A Plus Tard im Jahr 2022.

Grand National 2025 Opening Day: Die Ergebnisse des ersten Renntags

Am Eröffnungstag des Grand National Festivals 2025 fanden insgesamt sieben Pferderennen statt. Beim Manifesto Novices’ Chase setzte sich der Sportwetten-Favorit Impaire Et Passe (Quote 3,25) erwartungsgemäß durch. Mit dem Sieg von Murcia (3,75) gab es beim Boodles Anniversary 4-Y-O Juvenile Hurdle einen weiteren Favoritensieg.

  • Manifesto Novices’ Chase (Grade 1): Impaire Et Passe (Paul Townend)
  • Boodles Anniversary 4-Y-O Juvenile Hurdle: Murcia (Paul Townend)
  • Aintree Bowl Chase (Grade 1): Gaelic Warrior (Patrick Mullins)
  • William Hill Aintree Hurdle (Grade 1): Lossiemouth (Paul Townend)
  • Foxhunters’ Open Hunters’ Chase: Gracchus De Balme (T. Hamilton)
  • Close Brothers Red Rum Handicap Chase: Sans Bruit (Harry Cobden)
  • Goffs Nickel Coin Mares’ Standard Open National Hunt Flat Race (Grade 2): Seo Linn (W. J. Lee)

Für eine große Überraschung sorgte Rennpferd Gracchus De Balme (23,00) beim Foxhunters’ Open Hunters’ Chase mit seinem Außenseitersieg. Heute geht es beim Cheltenham Festival mit dem Ladies Day weiter. Am Samstag beginnt ab 10:00 Uhr britischer Zeit (11:00 Uhr MEZ) der Grand National Day.

Tierschützer fordern Verbot des Grand National

Der Tod von Willy De Houelle hat den Pferderennsport erschüttert. Tierschutzorganisationen fordern seit Jahren ein Verbot von Hindernisrennen wie dem Grand National und dem Cheltenham Festival. Zum jüngsten Vorfall auf dem Aintree Racecourse äußerte sich Iain Green, Direktor von Animal Aid:

Es gibt keine Worte, um unseren Abscheu darüber auszudrücken, dass ein weiteres unschuldiges Tier im Namen von ‚Unterhaltung‘ und hartem Geld getötet wurde. Dass die letzten Momente dieses Pferdes von Angst, qualvollen Schmerzen und höhnendem Geschrei des Publikums geprägt waren, ist nichts weniger als kriminell. Diese gladiatorenhafte Schande hätte schon längst verboten werden müssen. Iain Green, Direktor von Animal Aid, Animal Aid

Die Tierschutzorganisation Animal Aid berichtete, dass es seit dem Jahr 2000 bisher zu 66 Todesfällen beim Grand National Festival gekommen sei. Seit 2001 seien bei Hindernisrennen zudem über 3.000 Tiere gestorben.

In den letzten Jahrzehnten wurden beim Grand National zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Die Höhen einiger Hindernisse wurden auf dem Aintree Racecourse reduziert und die Landebereiche für die Pferde abgeflacht.

Das Grand National ist eines der wichtigsten Pferderennen der Welt. Jährlich verfolgen über 12 Millionen Menschen in Großbritannien die Rennen live im TV. Sportwettenanbieter stellen zudem für das Grand National Festival ein großes Wettangebot zur Verfügung. Insgesamt werden rund 250 Millionen GBP (ca. 292 Millionen Euro) als Wetteinsatz platziert, von denen jedoch ca. 9,4 Millionen GBP (ca. 11 Millionen Euro) auf den Schwarzmarkt entfallen [Link auf Englisch].

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